Konfirmation

Wer erwachsen wird, für den ändert sich Vieles. Jugendliche stellen Fragen, die ihr Leben betreffen und suchen nach Antworten: Welchen Beruf will und soll ich erlernen? Ist, was ich für einen anderen Menschen empfinde, schon die große Liebe? Woran glaube ich?

Die Konfirmation ist in dieser wichtigen Lebensphase angesiedelt: dem Übergang eines jungen Menschen von der Kindheit zum Erwachsensein. Sie ist ein Fest des Wandels – insbesondere im Blick auf die in diesem Alter sich vollziehenden körperlichen Veränderungen und seelischen Umbrüche.

Die Vorbereitung auf die Konfirmation findet im Konfirmandenunterricht statt, der je nach Gemeinde zwei bis drei Jahre dauert. Hier wird über den christlichen Glauben geredet und über den Sinn des Lebens. Es geht um das Erwachsenwerden, um Verantwortung, um Fragen der Gerechtigkeit. Die Jugendlichen debattieren miteinander und entdecken in der Gruppe, was für ihr Leben wichtig ist. Sie besuchen gemeinsam die Gottesdienste. In vielen Gemeinden wird der Konfirmandenunterricht durch gemeinsame Freizeiten und Fahrten begleitet.

Die Konfirmation selbst ist ein festlicher Gottesdienst, der in der Regel zwischen Ostern und Pfingsten gefeiert wird. Zentrales Element dieses Gottesdienstes ist die persönliche Segnung einer jeden Konfirmandin/eines jeden Konfirmanden.

Konfirmierte sind "religionsmündig". Sie können Pate oder Patin werden und ab dem 14. Lebensjahr den Gemeindekirchenrat mitwählen.

Konfirmiert werden kann nur, wer getauft ist. Bei der Konfirmation bekennen die Jugendlichen, was ihre Eltern und Paten bei der Taufe für sie bekannt haben. Wenn ein Erwachsener getauft wird, ist das zugleich seine Konfirmation. Der Konfirmandenunterricht ist offen für alle interessierten Jugendlichen, also auch für die, die nicht getauft sind. Manche Jugendliche lassen sich während der Konfirmandenzeit taufen.