Auf ein Wort / Lesepredigten
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Estomihi_2025
Sexagesimae_2025
Septuagesimae_2025
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letzter So. nach Epiphanias
3. Sonntag nach Epiphanias
Silvester 2024
1. Weihnachtstag 2024
Christvesper 2024
4. Advent 2024
1. Advent_2024
Ewigkeitssonntag_2024
Vorletzter Sonntag_2024
Drittletzter Sonntag_2024
22. Sonntag nach Trinitatis_2024
21. Sonntag nach Trinitatis_2024
20. Sonntag nach Trinitatis 2024
Erntedank
18. Sonntag nach TRinitatis_2024
16. Sonntag nach Trinitatis
15. Sonntag nach Trinitatis_2024
14. Sonntag nach Trinitatis_2024
12. Sonntag nach Trinitatis_2024
10. Sonntag nach Trinitatis_2024
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1. Sonntag nach Trinitatis_2024
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4. Advent - Heilig Abend
3. Advent 2024
1. Advent 2024
Ewigkeitssonntag_2023
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Zur Eröffnung der Friedensdekade
22. Sonntag nach Trinitatis
Reformationstag 2023
21. Sonntag nach Trinitatis
20. Sonntag nach Trinitatis
Erntedank
11. Sonntag nach Trinitatis 2023
10. Sonntag nach Trinitatis 2023
7. Sonntag nach Trinitatis 2023
6. n. Trin
Pfingstsonntag 2023
Exaudi 2023
Quasimodogeniti 2023
Karfreitag 2023
Gründonnerstag 2023
Palmsonntag 2023
Sonntag Judika 2023
Sonntag Invokavit
Sonntag Sexagesimae
letzter Sonntag nach Epiphanias
2. Sonntag nach Epiphanias.
Silvester 2022
1. Weihnachtstag
Heilig Abend
Krippenspiel der Konfirmaden "Geburt im Bistro"
(von M. Simon nach einer Idee von Volkmar Hahn) und Kurzpredigt
Eric: jedes Jahr wieder das Krippenspiel.
Uta: Ich kann den Anfang schon fast auswendig:
Uta/Maria: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe ..
Eric: ... und nach einer turbulenten Heiligen Nacht mit Geburt und all den himmlischen Heer- und Hirtenscharen, in der er kein Auge zugemacht hatte, begab sich Josef denn am nächsten Morgen ins nah gelegene ‚BISTRO Bethlehem‘, – denn es gab keinen Kaffee in der Herberge.
… oder so ähnlich könnte es weitergehen meinte der Pfarrer,
Er habe dieses Jahr keine Zeit, sich ein neues Stück auszudenken, sagt er.
Und jetzt sollen wir Konfirmanden uns was überlegen.
Uta: Du ich hab jetzt keine Zeit, aber Du kannst mir ja was schicken,
wenn Du ´ne Idee hast. Tschüss!
Maria geht ab.
Eric: Und dabei hab´ ich auch noch so viel zu lernen.
In jedem Fach wollen sie noch einen Test schreiben …
Aber Bistro ist keine schlechte Idee, wenn ich schon mal hier vor einem stehe.
Setzt sich an einen Tisch
Bedg: Na junger Mann, was soll’s sein?
Eine Cola?
Eric: Jopp ne Cola bitte!
….. Wenn die anderen wenigsten hier wären…
Eric fängt an zu schreiben:
Es begab sich aber zu der Zeit - m…. klingt wie „es war einmal“
gähnt … oh bin ich müde ….wie könnte es nur weitergehen?
Legt den Kopf auf den Tisch
…. Traummusik/ Licht aus; nur noch Licht im Bistro (Stehlampen, Kerzen)
Maria setzt sich mit an den Tisch. / Traummusik zu Ende.
Maria: Hey Josef!
Josef schreckt hoch:
Josef: Maria! Ich war kurz eigenickt nach dem weiten Weg.
Maria: Wollen wir hier die ganz Nacht verbringen.
Bedg: Nein das geht nicht. Sie müssen schon was bestellen.
Maria: Einen Kräutertee bitte.
Bedg: Kommt sofort.
Josef: Es ist aussichtslos hier ein Quartier zu bekommen.
Sieh doch die Menschenmassen.
Es ist wegen der blöden Volkszählung
Hier die Formulare müssen wir auch ausfüllen:
Grundstückerfassung – als ob wir reich wären.
Maria: Du Josef. Ich glaube, das musst Du allein machen.
Ich glaube es geht los. Das Kind kommt.
Bedienung bringt den Tee
Junge Frau, das geht aber nicht hier.
Maria: Aber wo soll ich denn hin?
Bedg: Kommen sie mit.
Wir haben hinten noch ein Zimmer fürs Personal.
Zu Josef: bleiben Sie mal ganz ruhig und trinken den Tee.
Das beruhigt die Nerven.
Josef: Ja, Danke – kann ich – soll ich …
Die beiden Frauen gehen nach hinten.
Ein Herr/eine Dame vom Nachbartisch, der/die die ganze Zeit dasitzt, meldet sich zu Wort:
Herr: Ich glaube, da kannst Du nicht viel helfen, höchstens deiner Liebsten die Hand halten.
Josef: Ja, ich weiß, das machen ja viele Männer neuerdings.
Aber ich glaube, ich kann das nicht, also bei der Geburt zusehen.
Herr: Ja, ist nicht für jeden was.
Josef: Warst du denn schon mal dabei?
Herr: Ja, klar. Schon oft.
Josef: (ungläubig) Na jetzt mach mal halblang. Oder bist du Arzt?
Herr: Nein kein Arzt, aber so `ne Art Geburtshelfer.
Josef: So `ne Art Geburtshelfer?
Herr: Ja, jetzt wird er geboren und am besten,
wir nennen ihn Jeschua – Du kannst auch Jesus sagen.
Josef: Woher weißt du … wie kommst du darauf
Die Bedienung kommt voller Freude und sagt:
Er ist geboren. Und Maria meinte, Jesus wäre ein passender Name.
Herr: Glückwunsch, lieber Josef.
Bdg.: Ja auch von mir!
Josef schaut ungläubig.
Bdg.: Freust Du dich denn nicht?
Josef: Doch.
Bdg: Und es ist ein Junge!
Herr: Naja, ich wünschte fast mehr, dass es ein Mädchen wäre,
aber die haben’s in dieser Zeit noch unglaublich schwer.
Das wird erst in 2000 Jahren anders, wenn Frauen Ministerinnen und Bundeskanzlerinnen werden.
Josef: Was, wie?
Herr: Ach ich hab´ nur vor mich hingemurmelt.
Josef: Woher weißt du eigentlich, dass ich Josef bin.
Kennen wir uns?
Herr: Durchaus.
Und ich weiß eben so manches aber manches will ich lieber nicht wissen.
Josef: Und wer bist du, wie heißt du?
Herr: Ich bin der ich bin. Oder ich bin da. So ist mein Name.
Josef: Jetzt verstehe ich nichts mehr… Oder vielleicht doch:
Du wusstest wer ich bin, weißt den Namen meines Kindes,
wobei ich nicht mal weiß, ob das Kind von mir ist.
Und ich hab´s wohl gehört. Du hast irgendwas von der Zukunft geredet.
Du bist ….
Josef fällt auf die Knie:
Josef: Oh, my God!
Herr: (hindert ihn daran) Nein, nicht doch. Nicht hier.
Wir sollten hier keine besondere Aufmerksamkeit erregen.
– Lass mal gut sein.
Josef setzt sich wieder.
Bdg.: Also meine Aufmerksamkeit haben Sie!
Josef: Und warum Jesus und warum gerade unser Kind?
Herr: Jesus heißt: Gott hilft und rettet – das ist doch ein schöner Name!
Und irgendwer musste doch Jesus in die Welt bringen und mir helfen,
dass die Menschen merken, was mein Wille ist.
Josef: Gut. O.K. Jetzt sind wir es und Jesus und was ist dein Wille?
Ach ich weiß schon: Friede auf Erde usw.
Aber was können wir kleinen Leute da schon machen?
Herr: Friede ist schon ziemlich wichtig.
unterschätze das nicht.
Aber Du musst gar nicht für die ganze Welt denken.
Das mache ich schon.
Das mit dem Frieden ist nicht so einfach, auch ich kann nicht mit einem Fingerschnipsen Frieden machen. Sonst wärt ihr ja wie Marionetten.
Aber ich habe den Wunsch nach Frieden in eure Herzen gelegt,
und die Möglichkeit statt der Faust dem anderen eine offene Hand hinzuhalten.
Bdg.: Wenn ich mich mal einmischen darf -
Manchmal denke ich, es muss schon viel früher und ganz einfach anfangen.
Die Menschen brauchen Hilfe in ihrer Einsamkeit und bei ihrem täglichen kleinen und großen Ärger.
Das spüre ich jeden Tag, seitdem ich hier arbeite.
Gott zeigt auf die anderen im Café sitzenden -
Ja, sie hat recht. Sieh mal dort ……
Die junge Frau ist heute Abend allein hierhergekommen.
Sie hat sich mit ihren Eltern gestritten.
Und dort, die ältere Dame sitzt auch allein,
Bdg: Sie kommt fast jeden Tag hierher.
Gott: weil es bei ihr zu Hause kalt ist
und mit wem sollte sie schon den Abend verbringen.
Und der Herr dort, der hat unglaubliche Wut im Bauch
auf die Welt und überhaupt;
und heute versucht er sie wegzuspülen.
Josef: (Woher weißt du um all diese Menschen – ach ja, du bist ja Gott!)
Ja, jeder hat heutzutage seine Sorgen, alle müssen sehen, wie sie klar kommen…
Was willst du mir eigentlich sagen?
Herr: Nun denk doch selbst mal. Jesus ist heute geboren
Hier an diesem Ort
Und da bist du und da sitzt jemand und da und da –
Josef: Du meinst, ich sollte mit ihnen (zögerlich:) reden …?
Herr: Ja, genau: dass ist mein Wille: Die Menschen sollen nicht allein sein.
Also rückt die Tische zusammen!
Feiert das Leben und das Kind, das in die Welt gekommen ist
um euch zusammen zu bringen.
Was fehlt noch? – ach ja, etwas Glimmer
wirft Glitzerkonfetti hoch (buntes Licht an).
und Brot und Wein
Bedienung bringt Brot und Wein
und Musik
Gott schnipst und die Musik geht an
Herr: Frohe Weihnachten!
Gott geht ab / Bedienung geht ab/ Maria geht ab
Josef (Eric) legt den Kopf auf den Tisch. Musik verhallt /
Licht geht an / Uta kommt mit Freundin (die Gott gespielt hat)
Ricarda: Hey, Eric – (Eric schreckt hoch) Uta sagte,
dass Du hier bist und Dir einen Kopf um das Krippenspiel machst.
Eric: Ja. Ich bin kurz eingenickt.
Aber ich glaube, ich habe eine Idee für´s Krippenspiel.
Uta: Dann lass uns zum Pfarrer gehen.
Ach und er hat gesagt:
Er lädt uns zum Pizzaessen ein, wenn wir das mit dem Spiel machen.
Bdg.: kommt: Pizza haben wir auch, ich kann Euch gern die Karte mitgeben.
Eric: Na das sind doch gute Aussichten auf Weihnachten!
Bdg.: Und wo führt ihr das Krippenspiel auf?
Uta: Na in St. Marien natürlich! Und in Wedringen.
Bdg.: Dann gutes Gelingen und Frohe Weihnachten!
Liebe Gemeinde!
Gott ist nicht immer offensichtlich, aber offenbar für jene, die sich anrühren lassen in ihrem Alltag, in ihren Sorgen und Ängsten in Glück und Freude.
Ich glaube Gott ist hier in unserer Welt gegenwärtig.
Gott sitzt in so manchem Bistro, in so mancher Kneipe und versucht mit der Frau und dem Mann ins Gespräch zu kommen. Gott entreißt dem Trinker nicht die Flasche, aber schickt immer wieder seine Boten, dass sie ihm helfen. Gott zaubert der vereinsamten Frau nicht einfach einen Partner herbei, aber rührt sie an durch andere Menschen.
Gott verwandelt nicht die auf Unschuldige abgeschossenen Raketen in Silvesterböller, aber Gott sitzt in den U-Bahnhöfen und in Schützengräben.
Gott tritt nicht auf die Bremse bei den Rasern auf Autobahnen, aber Gott stärkt jenen den Rücken, die nicht locker lassen zu mahnen, zu protestieren gegen das Zugrunderichten der Erde.
Ich glaube Gott ist zu allen Zeiten präsent in unserer Welt.
In welcher Weise, davon erzählt schon Lukas in seinem Evangelium.
Nichts Gewaltiges tritt dem römischen Imperium entgegen und all jenen, die sich ihm angedient haben, sondern fast nicht wahrnehmbar am Anfang, aber deutlich und spürbar und erfahrbar noch nach über zweitausend Jahren:
Sie alle, Ihr alle, die wir hier zusammen sind, sind dafür beredtes Zeichen.
Denn wir erzählen von der Geburt Jesu, vom Leben Jesu und von unserer starken Hoffnung auf Auferstehung.
Und so glaube ich, Gott hat uns nicht aufgegeben oder sich aus der Verantwortung entlassen.
Ich glaube Gottes stärkstes, Gottes mächtigstes und zugleich gewaltloses Zeichen in dieser Welt ist das Kind das einst in Israel als Jude geboren wurde und als junger Mann aller Welt vor Augen geführt hat, wie wir als Menschen leben können.
Ohne Gewalt und ohne Macht den Mächtigen entgegentreten,
das Potential der Besonnenheit und der Bescheidenheit leben
und immer, allem Anschein zum Trotz hoffen, das das Leben, mein ganz persönliches und das in der Welt heil wird.
So will ich darauf vertrauen, dass die Heilige Nacht nicht nur heute ist, sondern durch Gottes Gegenwart sich immer wieder ereignet.
Amen.